LMDR Leipzig e.V.

Gedenkveranstaltung auf dem Ostfriedhof

Anlässlich des Tages der Befreiung vom Nationalsozialismus fand am Montag, dem 07. Mai 2012, eine Gedenkveranstaltung auf dem Ostfriedhof statt, bei welcher der Opfer des Zweiten Weltkrieges gedacht wurde. Gegen 14 Uhr zog eine Gruppe von etwa 150 Menschen, bestehend aus Veteranen, Opfern, Zeitzeugen, Landtagsabgeordneten, dem Ordnungsbürgermeister der Stadt Leipzig, Stadträten und Bürgern der Stadt, darunte Juden, Spätaussiedler und Vertriebene, von der Trauerhalle des Ostfreidhof zum Ehrenhein der gefallenen russischen Soldaten.

 

 

 

Vor dem Hintergrund des Ehrenmales und der Soldatengräber eröffnete Dr. Dietmar Pellmann, MdL Sachsen, die Gedenkveranstaltung und erinnerten im Anschluss an die Kranzniederlegung der Konsul der Russischen Föderation, Dimitri Ulikin, Bürgermeister Heiko Rosenthal, MdL Dr. Volker Külow und der Vorstandsvorsitzende des Deutsch-Russischen Zentrums Sachsen e.V., Herbert Schmidt, an die Opfer und Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges, mahnten, das Zusammenleben in Frieden zu wahren sowie im Geiste der Völkerfreundschaft die geistig-kulturellen Traditionenn zu pflegen und zu fördern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Organisiert wird das alljährliche Gedenken vom Deutsch-Russischen Zentrum Sachsen e. V., de Fraktion der Partei Die Linke im Sächsischen Landtag, dem Stadtverband der Partei Die Linke, dem Jüdischen Forum, der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. Ortsgruppe Leipzig und in diesem Jahr erstmals auch gemeinsam mit dem Kreisverband des Bundes der Vertriebenen, die von der Stadt Leipzig, der Russisch-Orthodoxen und Israelitischen Gemeinde zu Leipzig unterstützt werden. 

 

Die gedenkenden Worte der Politiker und weltlichen Repräsentanten wurden von Andachten des Erzpriesters Alexej Tomjuk und des Rabbiners Zsolt Balla untersetzt. Der würdige Rahmen wurde durch musikalische Beiträge be3reichert, wie z.B. den Chor "Lieder der Heimat" unter der Leitung von Rosa Wegelin, begleitet von Peter Wegelin.

 

Zum Abschluss luden die Veranstalter zu einer Pominki-Zeremonie in das nahe gelegene Sommerbad Südost zum Gedankenaustausch beim gemeinsamen Beisammensein ein.

 

 


 

Frühling in der Heimat

Der BdV Kreisverband Leipzig, das Deutsch Russische Zentrum und die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland hatten am 10. April zu einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Motto "Frühling in der Heimat" eingeladen.

 

Der BdV Vorsitzende Peter Wolf wies in seinen Begrüßungsworten darauf hin, dass die Deutschen aus Russland und die deutschen Vertriebenen das gleiche Schicksal vereint. Da seit einiger Zeit die Vereine ihren Sitz unter einem Dach im Haus der Demokratie haben, ist es nur folgerichtig, dass auch gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt werden können. Waldemar Schmidt von den Deutschen aus Russland stimmte dem zu und ergänzte, dass bei den deutschen Vertriebenen ebenso wie bei den Deutschen aus Russland die Liebe zu ihrer alten Heimat weiter besteht und ihre Kultur nicht vergessen wird.

 

 

Vor Beginn des Programmablaufs wurde in Anwesenheit des "Leipzig Fernsehens"  Rosa Wegelin, die Chorleiterin des Chores "Lied der Heimat" mit einem prachtvollen Blumenstrauß geehrt. Peter Wolf überreichte die Blumen und dankte Rosa Wegelin für ihre langjährige gute Arbeit und ihren unermüdlichen Einsatz als Chorleiterin. Eingeschlossen in den Dank wurde auch Peter Wegelin, ein exzellenter Musiker auf den Tasteninstrumenten und Begleiter des Chores.
 
Den Auftakt in der Programmfolge machte der Kinderchor "Sonnenschein" unter der Leitung von Frau Eichler und erfreute mit seinen hellen Stimmen und auch dadurch, dass die Kinder alle Liedtexte auswendig gelernt hatten. Zwei kleine Solistinnen zeigten ihr Können auf der Dombra, einem Zupfinstrument. Es gab viel Beifall für die Kinder und einen bunten Strauß mit kleinen Naschereien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Videofilm mit dem Titel "Russland zwischen Zuversicht und Vergangenheit". Im Film wurde das Schicksal der Menschen gezeigt, die bereits im 17.-und 18. Jahrhundert von der Zarin Katharina zur Besiedlung Russlands aus allen Teilen Deutschlands in das Land geholt worden sind. Nach den guten Zeiten der Ansiedlung, des Aufbaus und der wirtschafrtlichen Erfolge, die sich durch den Fleiß und das Können der Zuwanderer bald einstellten, folgten die schweren Zeiten der Repressalien und Verfolgungen, ausgelöst auch durch die Kriege. Besonders unter der Terrorherrschaft Stalins wurden die Menschen aus ihren Ausiedlungen an der Wolga nach Kasakstan, in den Ural und nach Sibirien vertrieben. Das Leben in den Lagern und schwerste Arbeit in Steinbrüchen und Bergwerken forderte viele Opfer.
Erst nach der Wende gab es für die Menschen wieder Hoffnung und die Möglichkeit, in das Land ihrer Vorfahren, nach Deutschland auszureisen.
An Hand von Beispielen wurde das Schicksal von Menschen gezeigt, die nach Deutschland ausgereist sind. Es gab für sie viele Schwierigkeiten zu überwinden und nicht alle sind hier heimisch und glücklich geworden. Integration ist nach wie vor für die Deutschen aus Russland ein aktuelles Thema.
Der Film beeindruckte besonders durch die persönlichen Aussagen.                                                

 

Der BdV Chor "Lied der Heimat" trug mit Heimatliedern, Frühlingsliedern und Gedichten zum Kulturprogramm bei. Waldemar Schmidt begleitete seine Tochter  Kristina mit der Gitarre, die mit ihrer schönen Stimme 3 Lieder sang, dabei auch das berühmte Lied "Sag mir, wo die Blumen sind". Auch trug Waldemar Schmidt ein Gedicht vor, das er über seine neue Heimatstadt Leipzig geschrieben hat. Als Überraschung bereicherten Erna, Galina und Walentina als Solistinnen mit Liedern in russischer, französischer und kasakischer Sprache das Programm.

 

 

 

Alle Mitwirkenden erhielten herzlichen Beifall und der Geschäftsführer des Deutsch Russischen Zentrums Herr Dr. Hellmund dankte allen für ihre Darbietungen. Er zeigte sich sehr zufrieden mit der gelungenen Veranstaltung, der man gerne noch mehr Zuschauer gewünscht hätte. Sicher kann man in der Vorbereitung einiges noch verbessern, aber ein Anfang wurde gemacht und bestimmt werden weitere gemeinsame Veranstaltungen folgen.
 


Veranstaltungen 2012

- Deutsch Russisches Zentrum Sachsen e.V., LMDR e.V. OG Leipzig und Bund der Vertriebenen
  lädt euch am 25 April  um 15:00 Uhr in Klub "Gshelka" zur gemeinsammen Veranstaltung
  zum Thema "Frühling"  in der Begleitung vom Chor  "Frühling in der Heimat"
  und Wegelins Familienensemble  ein

 

- 30 April  um 18:00 Uhr,
  geselliges Beisammensein mit Kulturprogramm

 

 - 4 Mai um 18:00 Uhr in Klub "Gshelka"
   gemeinsammen Veranstaltung  "Tanz in den Mai"

 

- Deutsch Russisches Zentrum Sachsen e.V., Jüdisches Forum, LMDR e.V. OG Leipzig und
  Bund der Vertriebenen lädt euch am 7 Mai um 14:00 Uhr zur gemeinsammen
  Gedenkveranstaltung auf dem Ostfriedhof  Leipzig 

 

- 13 Mai, Muttertagsfeier

 

- 17 Mai, Christi Himmelfahrt /Männertagsparty

 

- Mai/Juni, Frühlings-Famiilienfest

 

- 14 Juni um 18:00 Uhr,
  "Hönigfest", Seminar mit Kulturprogramm

 

-  23 August, Gedenkveranstaltung

 

- 28 September, "Erntedankfest"

 

- September/Oktober, Bunter Herbst - in Verbindung mit dem Tag
  der deutschen Einheit

 

- 18 Oktober, Musikalische Familienfest

 

- 28 Oktober, Tanzabend

 

- 13 Dezember, Weihnaсhtsfeier

 

- Dezember, Festveranstaltung zum Jahreswechsel